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    Schwarz weiß Fotografie – Farbspielerei mit der Digitalkamera – Fotos in Schwarzweiß und Sepia

    Heute werden die allermeisten Fotos in Farbe gemacht und gern vergessen, dass in der bald zweihundertjährigen Geschichte des Lichtbildes die Farbe erst spät hinzukam. Erst seit den 1990er Jahren drucken Tageszeitungen Farbbilder. Generationen von Fotografen haben gelernt, auch ohne Farbe die Welt in ausdrucksstarken Bildern darzustellen. Ob Reportage oder Porträt, Landschaft oder Stillleben, der Verzicht auf Farbe stellt die Form in den Vordergrund und schafft eine ganz eigene Atmosphäre.

    Ein Fotograf mit Digitalkamera muss sich nicht mehr entscheiden, ob er einen Farb- oder Schwarzweißfilm einlegt – jedes Bild kann nachträglich in Schwarzweiß- oder Sepiatöne umgewandelt werden. Auch ist es möglich, das Foto gleich in Schwarzweiß oder Sepia aufzunehmen, je nach Ausstattung der Kamera. Ein Digitalkamera Vergleich lohnt sich hier also in jedem Fall.

    Sepiatonung war ein Verfahren zur chemischen Umwandlung des Silbers im Papierbild durch ein chemisches Verfahren, vor allem um die Haltbarkeit zu erhöhen. Lange Zeit hindurch waren diese getonten Bilder sehr beliebt. So wie früher im chemischen Fotolabor entstehen heute unterschiedliche Varianten eines Bildes bei der Nachbearbeitung.

    Es ist von Vorteil, die Umwandlung in Schwarzweiß- oder Sepiatöne nicht der Digitalkamera zu überlassen, denn das bedeutet den Verzicht auf viele Möglichkeiten. Das digitale Bild, im Idealfall im RAW-Format, enthält wie ein Farbnegativ alle Informationen. Der Bearbeiter entscheidet, was er damit macht. So können alle Arten von Farbfiltern, mit der in der Schwarzweißfotografie die Umwandlung jeder einzelnen Farbe in Grauwerte gesteuert wird, elektronisch simuliert werden.

    Die praktische Umsetzung erleichtert moderne Software. Adobe Lightroom und Aperture von Apple sind Beispiele für Bildbearbeitungsprogramme, die speziell auf die Bedürfnisse von Fotografen zugeschnitten sind. Diese Programme bieten fertige Voreinstellungen, aber sie erlauben auch, nach der Korrektur von Kontrast und Helligkeit die Umsetzung der Farben in Helligkeitswerte ganz individuell zu wählen. Dann kann das Bild einen Ton ganz nach Wunsch erhalten, sei es einen Braun- Sepia- oder auch Blauton, der zum Charakter des Bildes passt. Auch das Filmkorn, ein typisches Merkmal und Gestaltungsmittel der Schwarzweißfotografie, kann nachträglich eingefügt werden.

    Es sind vor allem Porträt- und Aktaufnahmen, die sich für die einfarbige Darstellung eignen. Landschaften, besonders die mit klaren Strukturen, wirken in Schwarzweiß oder Sepia oft ausdrucksstärker. Braun- und Sepiatöne machen monochrome Porträts gefälliger. Bilder, die bei völlig verkorkstem farbigen Licht entstanden sind, sehen monochrom ebenfalls oft besser aus.

    Ist die Schwarzweißfotografie mit der Digitalkamera eine nostalgische Spielerei oder mehr? Das muss jeder Fotograf selbst entscheiden. Auf jeden Fall bereichert sie die Ausdrucksmöglichkeiten und lädt zum Experimentieren ein.

    Das ist ja das Tolle an der Digitalkamera: alles ist möglich, ohne Material zu verschwenden.

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